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Geldanlage in Bremen


Allianz Versicherung und Baufinanzierung Jens Schmidt in Bremen
Allianz Versicherung und Baufinanzierung Jens Schmidt in Bremen

Die wichtigsten Anlagemärkte sind der Immobilienmarkt und der Finanzmarkt. Während am Immobilienmarkt in Grundstücke und Gebäude investiert wird, wird am Finanzmarkt Kapital zwischen Anlegern und Kapitalsuchenden gehandelt.

 

Der Finanzmarkt unterteilt sich in den Geldmarkt und Kapitalmarkt. Dabei steht der Geldmarkt für den kurzfristigen Anlagezeitraum, der Kapitalmarkt für den mittelfristigen bis langfristigen Anlagezeitraum.

 

Der Anlagezeitraum ist für Sie als Kapitalanleger ein wichtiges Merkmal.

 

Marktteilnehmer des Geldmarktes sind zum Beispiel die Europäische Zentralbank (EZB), Geschäftsbanken sowie namhafte Industrieunternehmen. Die EZB ist für die Geldpolitik der teilnehmenden Staaten verantwortlich. Als Privatanleger können Sie am Geldmarkt nicht agieren.

 

Die EZB hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Ihre Aufgaben sind vielfältig. Sie bringt Banknoten in Umlauf, sorgt für die Werterhaltung des Geldes und unterstützt die Wirtschaftspolitik der Europäischen Union (EU). 

 

Der Kapitalmarkt

Im Fall des Kapitalmarktes sieht dies ähnlich aus: Er dient ebenfalls zur Bereitstellung und Beschaffung von Kapital. Der Kapitalmarkt ist noch einmal aufgeteilt. Der unterteilt sich in den Rentenmarkt und den Aktienmarkt. Die Anlagen des Kapitalmarktes werden an der Börse gehandelt. Hier erfolgt die Kursbildung von Rentenpapieren und Aktien aufgrund von Angebot und Nachfrage. Der Kurs wird dabei auch als Handelspreis eines Wertpapiers bezeichnet.

 

Weil Angebot und Nachfrage nicht immer gleich hoch sind, können am Kapitalmarkt Kursschwankungen auftreten. 

 

Es gibt verschiedene Arten von börsennotierten festverzinslichen Wertpapieren. Zu den bekanntesten zählen Bundesobligationen und Bundesanleihen, Kommunalobligationen und Pfandbriefe sowie Unternehmensanleihen, Bankanleihen und Ausländische Staatsanleihen. Alle festverzinslichen Wertpapiere können auch als Anleihen, Rentenpapiere, Schuldverschreibungen oder Obligationen bezeichnet werden. Die Eigenschaften von Rentenpapieren variieren je nach Emittent. Eigenschaften sind zum Beispiel die Laufzeit, die Verzinsung, die Währung oder der Sitz des Herausgebers. Zusätzlich haben festverzinsliche Wertpapiere einen festen Nennwert, der auch als Nominalwert oder Rückzahlungsbetrag bezeichnet wird. Der Nennwert gibt den Betrag an, den der Emittent des Wertpapieres bei Fälligkeit an den Inhaber zurückzahlen muss.

 

Der Ertrag für den Anleger setzt sich bei Rentenpapieren vor allem aus den vereinbarten Zinszahlungen, dem sogenannten Nominalzins, und den bei einem vorzeitigen Verkauf möglichen Kursgewinnen oder Kursverlusten zusammen.

 

Der Aktienmarkt

Am Aktienmarkt werden Aktien börsennotierter Unternehmen gehandelt. Durch den Kauf von Aktien erwirbt der Anleger eine Beteiligung am Unternehmen. Die Aktiengesellschaften selbst können sich durch die Ausgabe von Aktien Kapital beschaffen, das zum Beispiel in die Produktentwicklung oder Forschung investiert werden kann und somit zum Wachstum des Unternehmens beiträgt. 

 

Aktien gelten als risikoreiche Anlage, da erhebliche Kursverluste des angelegten Kapitals möglich sind. Die Renditechancen für Sie als Anleger ergeben sich zum einen aus dem Unternehmensgewinn, der ganz oder teilweise in Form einer Dividende ausgeschüttet werden kann, und zum anderen aus möglichen Kursgewinnen. 

 

Auf die Kursbildung am Aktienmarkt haben zahlreiche Faktoren Einfluss. 

 

Indizes

Der Deutsche Aktienindex (DAX) wird an der Börse berechnet. Doch hier werden nicht nur die Kurse einzelner Wertpapiere betrachtet. Fasst man die Kurse mehrerer ausgewählter Wertpapiere zusammen, spricht man von einem Kursindex bzw. Börsenindex bzw. in der Mehrzahl von Indizes. Sie sind quasi das Barometer der Börse. Sie zeigen den Kursdurchschnitt bestimmter Werte und betrachten deren Kursschwankungen über die Zeit. Diese werden für die meisten Wertpapierarten erstellt. Die bekanntesten deutschen Indizes sind der DAX, der MDAX, der REX und der TecDAX. Bekannte internationale Indizes sind der DowJones, der Nikkei oder der EuroStoxx50.

 

Wenn Sie Ihr Geld in Aktien anlegen wollen, kommt es auf Ihren Bedarf an. Zielen Sie auf eine langfristige Investition ab, so können Sie hohe Gewinne durch Aktien erzielen. Allerdings erzielen Aktien nicht nur höhere Erträge, sondern haben tendenziell auch ein höheres Risiko. Sollten Sie eher risikoscheu sein, empfiehlt sich für Sie eher keine Geldanlage in Aktien. Je risikoscheuer Sie sich einschätzen, desto mehr sollten Sie auf eine geringe Volatilität, also Schwankungsbreite des Aktienkurses in der Vergangenheit, achten.

 

Investmentvermögen 

Die Anlage in ein Investmentvermögen (Fonds) ist für Sie als Geldanleger weniger risikoreich als eine Anlage in eine einzige Aktie. Die Volatilität bei Rentenfonds ist in der Regel geringer als bei Aktienfonds. Dagegen können Aktienfonds eine höhere Rendite als Rentenfonds erzielen. Eine breite Streuung können Sie für Ihre Geldanlage in ein offenes Investmentvermögen erreichen.

 

Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG)

Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (auch Investmentgesellschaft genannt) sammelt bei Anlegern Gelder ein und legt sie in eigenem Namen, aber für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger, nach den vereinbarten Anlagebedingungen am Kapitalmarkt an. Dies geschieht nach dem Grundsatz der Risikostreuung in Wertpapiere, Immobilie und andere gesetzlich zulässige Vermögenswerte. Nur Kapitalverwaltungsgesellschaften sind zur Auflage von Investmentvermögen berechtigt. Das Geld der Anleger wird im Sondervermögen zusammengefasst und separat vom Vermögen der KVG verwaltet und verwahrt. 

 

Ein professionelles Fondmanagementteam der Kapitalverwaltungsgesellschaft entscheidet, wie das Investmentvermögen im einzelnen investiert wird. Dabei muss das Fondmanagement gesetzliche Anlagebedingungen beachten, zum Beispiel die Mindestanzahl von Wertpapieren. Genauso ist es an individuelle Anlagebedingungen, die der Verkaufsprospekt für ein Investmentvermögen festschreibt, gebunden. Darin wird zum Beispiel bestimmt, ob und in welchem Ausmaß in Aktien oder Renten investiert werden darf. 

 

Verwahrstelle

Ein Fondmanager der KVG beobachtet und analysiert, meist zusammen mit einem Expertenteam, die für sein Investmentvermögen relevanten Märkte und erteilt danach Kauf- und Verkaufsaufträge an den Handel. Investmentgesellschaft dürfen die von ihr aufgelegten Sondervermögen nicht selbst verwahren, damit sie vom Vermögen der Gesellschaft strikt getrennt bleiben. Die Verwahrung übernimmt die Verwahrstelle. Diese handelt, gesetzlich vorgeschrieben, unabhängig von der Kapitalverwaltungsgesellschaft und ausschließlich im Interesse der Anleger. 

 

Aufgaben der Verwahrstelle sind die Ausgabe und Rücknahme von Anteilsscheinen, sowie die Prüfung der von der Investmentgesellschaft ermittelten börsentäglichen Ausgabe- und Rücknahmepreise. Weitere Aufgaben sind die Durchführung der Ausschüttungen an die Anleger und die Abwicklung im Falle einer Auflösung des Investmentvermögens. 

 

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht erteilt Vertriebsgenehmigungen für deutsche und ausländische Investmentvermögen und ergreift Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche. Außerdem beaufsichtigt sie die Kreditinstitute und kontrolliert die Einhaltung deutscher Gesetze, wie das Wertpapierhandelsgesetz und das Kapitalanlagegesetz. Mit Hilfe dieser Gesetze wird Ihre Geldanlage, aber auch die Anlage anderer Kunden, geschützt.

 

Das Investmentprinzip ist damit geprägt vom Zusammenspiel der verschiedenen Beteiligten. Da ist es ganz selbstverständlich, dass für die Leistungen, die die Beteiligten erbringen, auch Kosten anfallen. Die Anlage in Investmentvermögen ist damit zwar kostengünstig, aber eben nicht kostenlos.

 

Zusammensetzung der Kosten

Man unterscheidet die Kosten, die direkt vom Anleger bezahlt werden müssen, von denen, die dem Investmentvermögen entnommen werden. Auf der Anlegerseite ist bei jedem Kauf von Investmentvermögensanteilen grundsätzlich ein Ausgabeaufschlag zu zahlen. Dieser deckt die Vertriebskosten.

 

Das Prinzip eines Investmentvermögens ist ganz einfach: Das Geld vieler Anleger wird zusammengefasst und ergibt somit ein großes gemeinsames Vermögen. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft investiert dieses Geld auf den Anlagemärkten zu Großanlegerkonditionen. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft achtet dabei auf eine breite Risikostreuung. Je nach Ausrichtung des einzelnen Investmentvermögens oder Fonds kann sie in Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarkttitel oder Immobilien investieren. Man spricht hier auch von Diversifikation. Auch bei der Auswahl eines Investmentvermögens stehen Ihnen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

 

Verschiedene Arten von Investmentvermögen

Der Anlageschwerpunkt von Geldmarktfonds liegt auf Geldmarktpapieren sowie Tagesgeldern und Termingeldern. Fonds, die darüber hinaus auch in kurzfristige Rentenpapiere investieren, bezeichnet man als geldmarktnahe Investmentvermögen. Durch Anlage in einen Geldmarktfond können Sie als Anleger direkt am Geldmarkt teilhaben und in einem Markt investieren, der sonst institutionellen Anlegern vorbehalten ist.

 

Dadurch, dass Geldmarktfonds in Wertpapiere mit kurzen Laufzeiten investieren, ist das Risiko von Kursschwankungen eher gering, und damit auch das Risiko, Verluste in Kauf nehmen zu müssen. Geldmarktfonds sind für einen kurzen Anlagehorizont geeignet, in der Regel bis zu 12 Monate, da im Gegenzug auch die Aussichten auf höhere Gewinne sehr gering sind. Für Sie als Anleger eignen sie sich, um kurzfristig Geld anzulegen und stellen somit eine gute Alternative zum Tagesgeld dar.

 

OGAW-Investmentvermögen

Ein OGAW ist ein Investmentvermögen, das besondere Anforderungen der Europäischen Union für Anlegergelder erfüllt. Zu den OGAW Investmentvermögen gehören weiterhin Rentenfonds, Aktienfonds und Mischfonds. Rentenfonds investieren überwiegend in Papiere des Rentenmarktes. Aktienfonds investieren in nationale und internationale Aktien. Mischfonds können in verschiedene Anlageklassen investieren, also zum Beispiel sowohl in Renten, Aktien als auch in Geldmarktpapiere.

 

Rentenfonds

Rentenfonds investieren überwiegend in Rentenpapiere (also in börsennotierte festverzinsliche Wertpapiere mit unterschiedlichen Zinssätzen und Laufzeiten). Rentenfonds sind bestens geeignet für einen mittelfristigen Anlagehorizont. Ein weiterer Vorteil für Sie als Anleger sind die kontinuierlichen Erträge durch regelmäßige Zinseinnahmen. Zudem ist das Risiko bei Rentenfonds durch die vergleichsweise geringen Wertschwankungen bei festverzinslichen Wertpapieren eher niedrig.

 

Aktienfonds

Grundsätzlich weisen Aktien stärkere Kursschwankungen auf als Rentenpapiere. Jedoch bieten sie auch mehr Renditechancen. Für Aktienfonds gilt dies genauso, da sie überwiegend in Aktien investieren. Wie auch immer ein Aktienfond zusammengestellt sein mag, Ihre Vermögensanlage in solch ein Investmentvermögen bietet Ihnen in jedem Fall einige Vorteile: Sie erhalten einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu den Aktienmärkten, wobei Sie die Aktien nicht selbst auswählen müssen, sondern Sie erhalten ein professionelles Fondsmanagement, das breitgestreut in verschiedene Aktien investiert, um so das Risiko von Verlusten zu begrenzen. Außerdem hat das Fondsmanagement durch spezialisierte Analyseteams einen Informationsvorsprung gegenüber dem Privatanleger. 

 

Mischfonds

Neben Geldmarkt-, Renten- und Aktienfonds zählen auch Mischfonds zur Gruppe der OGAW-Investmentvermögen. Diese können gleichzeitig zum Beispiel in Renten und Aktien investieren. Die Möglichkeit, in verschiedene Arten von Wertpapieren zu investieren, bietet dem Fondsmanagement einen entscheidenden Vorteil: Anders als reine Aktien- oder Rentenfonds passen sich Mischfonds der Börsenlage und den Konjunkturaussichten flexibler an. Das Fondsmanagement kann zum Beispiel bei einer vorhersehbar schlechten Entwicklung an den Anlagemärkten den Aktienanteil innerhalb der Anlagerichtlinien reduzieren, um Verluste zu begrenzen und umgekehrt.

 

Allianz AktivDepot Plus

Bei den Allianz AktivDepots Plus werden mehr Fonds berücksichtigt. Das bedeutet für Sie eine Teilhabe an zusätzlichen Marktsegmenten sowie eine breitere Streuung des Vermögens. Bei Bedarf nehmen die Anlageprofis von Allianz Global Investors (AGI) eine individuelle Anpassung der Anlagestrategie vor, um noch gezielter auf aktuelle Markttrends einzugehen. Die Allianz AktivDepots Plus gibt es in drei Varianten. Je nach Risikoeignung können Sie zwischen Wertorientiert, Ausgewogen und Chancenreich wählen. Bei den Allianz AktivDepots Plus liegt die Mindestanlage bei 5.000 EUR.

 

Die Ertragsmöglichkeiten und Risiken orientieren sich an denen von Mischfonds. Grundsätzlich gilt auch hier: Je höher der Anteil chancenreicher Anlagen wie Aktien und Rohstoff, desto größer sind langfristig die Ertragsaussichten. Damit steigt jedoch auch das Kursverlustrisiko. In diesem Zusammenhang sollte auch immer die gewünschte Anlagedauer betrachtet werden. Je kürzer der Anlagehorizont, desto stärker wirken sich Kursschwankungen auf das Anlageergebnis aus.

 

Anlegerschutz

Der Berater ist verpflichtet, sich an die geltenden Beratungsrichtlinien zu halten, sonst kann dies zu einer Falschberatung und gegebenenfalls weiteren Verstößen gegen das WpHG führen. Hieraus kann sich eine Schadenersatzpflicht ergeben. Zudem kann so ein Verstoß eine Ordnungswidrigkeit darstellen und Bußgelder nach sich ziehen.

 

Sollte es doch im Nachgang zu einer Anlageberatung zu einer Unmutsäußerung seitens eines Kunden kommen, muss diese unverzüglich an die Fondsdepotbank weitergeleitet werden. Der Meldeprozess ist in der Verbindlichen Mitteilung "Meldeprozess von Kundenbeschwerden in der Anlageberatung" verbindlich dargestellt und verbindlich angeordnet. Wurde eine Beschwerde beispielsweise schriftlich vorgebracht, muss diese entsprechend per Mail weitergeleitet werden.

 

Weitere Maßnahmen zum Schutz von Anlegern sind das Wertpapierhandelsgesetz WpHG, die Finanzmarktrichtlinie "Markets in Financial Instruments Directive" MiFID", das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), das Investmentsteuergesetz (InvStG) sowie das Geldwäschegesetz (GWG). Außerdem gilt die Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV) für freie Finanzanlagenvermittler gemäß §34f GewO.

 

Großen Einfluss auf das Beratungsgespräch hat das Wertpapierhandelsgesetz. Seit 1995 regelt das WpHG den Anlegerschutz und schreibt vor, dass der Berater Wertpapierdienstleistungen mit Sachkenntnis und Sorgfalt im Kundeninteresse zu erbringen hat. Das Wertpapierhandelsgesetz enthält Vorgaben für den sogenannten WpHG-Fragebogen. Der Fragebogen muss zusammen mit Ihnen als Anleger vor Eröffnung eines Depots ausgefüllt werden. Auf der Grundlage dieses Fragebogens können passende Fondsprodukte ermittelt werden. Auf dieser Basis werden Ihnen als Anleger nur Produkte angeboten, die Ihrer Risikobereitschaft, Ihren Anlagezielen und Ihren Erfahrungen entsprechen. Dieses Verfahren nennt man Geeignetheitsprüfung. 

 

Darüber hinaus soll das Wertpapierhandelsgesetz Verständlichkeit und Transparenz in der Anlageberatung fördern. Zu diesem Zweck schreibt es vor, dass die Empfehlung, die in der Beratung ausgesprochen wurde, in einer Geeignetheitserklärung dokumentiert werden und dem Kunden vor Geschäftsabschluss in einer Ausfertigung ausgehändigt werden muss.

 

Mit Hilfe der Geeignetheitserklärung wird die in der Beratung ausgesprochene Empfehlung dokumentiert. Damit bleibt für den Kunden das Beratungsgespräch auch im Nachhinein transparent und nachvollziehbar. Für den Berater ist dies eine gute Grundlage für künftige Gespräche und es schützt den Berater auch gegen ungerechtfertigte Vorwürfe einer fehlerhaften Beratung.

 

Das WpHG schreibt vor, dass in der Geeignetheitserklärung unter anderem festgehalten werden muss, auf wessen Initiative das Gespräch stattfindet und wie lange es gedauert hat. Außerdem müssen neben der persönlichen Situation die konkreten Anlageziele, der Anlagehorizont und auch die Risikobereitschaft des Kunden für die konkrete Anlage dokumentiert werden. Zusammen mit den Informationen aus dem WpHG-Fragebogen wird die Risikotragfähigkeit des Kunden ermittelt. Aus diesen Angaben ergibt sich der zum Kunden passende Anlegertyp und die für ihn geeigneten Produkte. Der Berater ist verpflichtet, für jede ausgesprochene Empfehlung die Geeignetheit des empfohlenen Produktes für den Kunden und seine Anliegen festzustellen und dem Kunden zu erklären. Die Erklärung ist unmittelbar nach dem Beratungsgespräch vor Auftragserteilung im Original auszuhändigen. Mit Ausfertigung der Erklärung bestätigt der Berater die Geeignetheit des Produkts für den Kunden. In der Geeignetheitserklärung dokumentiert der Berater auch, welche Unterlagen er im Beratungsgespräch verwendet bzw. dem Kunden zur Verfügung gestellt hat.

 

Auch die EU-Finanzmarktrichtlinie "Markets in Financial Instruments Directive" hat Einfluss auf das Kundengespräch. Diese Richtlinie wird kurz MiFID genannt. Ihre Ziele sind ein verbesserter Anlegerschutz, verstärkter Wettbewerb und die Harmonisierung des europäischen Finanzmarktes.

 

Um den Kunden umfassend zu informieren, müssen gemäß MiFID auch Kosten und Zuwendungen offengelegt werden. Das bedeutet, dass der Kunde im Verkaufsgespräch den Kostenausweis ausgehändigt und erklärt bekommen muss. Das Kapitalanlagegesetzbuch sowie WpHG verpflichten den Berater vor jeder Anlageberatung, dass er keine Honoraranlageberatung durchführt oder Zuwendung von Dritten annehmen und behalten dürfte. Der Kunde erhält ein zugehöriges Informationsblatt ausgehändigt und wird darüber informiert, dass die Beratung und Vermittlung unter dem Haftungsdach der Fonddepotbank erfolgt. Darüber hinaus müssen dem Kunden die wesentlichen Anlegerinformationen (WAI) vor dem Abschluss zur Verfügung gestellt werden, d. h. der Kunde muss die Gelegenheit haben, die WAI vor der Auftragserteilung zu lesen und zu verstehen. Der Kunde hat in diesem Zusammenhang keine Verzichtsmöglichkeit, d. h. sollte der Berater die WAI nicht im Beratungsgespräch zur Verfügung stellen kann, darf keine Beratung vorgenommen werden.

 

Nach jeder Anlageberatung und vor dem Kaufabschluss ist dem Kunden die Geeignetheitserklärung und der Kostenausweis zur Verfügung zu stellen. Auf Wunsch des Kunden muss der Berater darüber hinaus auch den Verkaufsprospekt, den letzten Jahresbericht, und, soweit aktueller, auch den letzten Halbjahresbericht aushändigen. Dies kann auch nachträglich durch Übergabe oder Zusendung in Papierform oder elektronischer Form erfolgen.

 

Bei einer Depoteröffnung muss der Berater dem Kunden zusätzlich eine Kopie des Depoteröffnungsantrags inklusive der Vertragsbedingungen sowie den weiteren in den Antrag integrierten Informationen wie beispielsweise Basisinformationen über Vermögensanlagen in Investmentfonds und "Transparenz schaffen - die Basis für eine langfristig erfolgreiche Geschäftsbeziehung" aushändigen. Damit sind alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt.

 

Auch das Geldwäschegesetz (GWG) beeinfluss das Kundengespräch. Geldwäsche ist das Einschleusen illegal erwirtschafteten Vermögens in den legalen Wirtschaftskreislauf. Zum Nachweis muss ein Anleger jetzt eine Kopie seines Personalausweises einreichen.

 

Um die Einhaltung der Gesetze sicher zu stellen, gilt für freie Vermittler seit Ende 2012 die Finanzanlagenvermittlungsverordnung (FinVermV). Die FinVermV detailliert die im §34f der Gewerbeordnung genannte Erlaubnis- und Registrierungspflicht und ergänzt diese um weitere Regelungen für die Finanzanlagenvermittlung und -beratung. Gebundene Vermittler der Allianz fallen unter das Haftungsdach der Fondsdepotbank gemäß §2 10 KWG und unterliegen somit direkt den Regelungen des WpHG. Die FinVermV ist für Allianz Vertreter daher nicht von Bedeutung, aus diesem Grund dürfen sich diese auch nicht zusätzlich im Finanzanlagenvermittlerregister registrieren lassen. 

 

All diese Gesetze dienen dazu, ein funktionsfähiges, stabiles und integres deutsches Finanzsystem zu gewährleisten. In dieses Finanzsystem soll der Kunde vertrauen können und sein Vermögen investieren. Das ist natürlich im Interesse des Staates. Denn Anleger können sich zum Beispiel über Aktien an Unternehmen beteiligen. Sie schaffen damit Investitionskapital für diese Unternehmen und fördern damit indirekt das Wirtschaftswachstum.